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kfd trauert um Sr. Dr. Lea Ackermann

Lea Ackermann (c) Thomas Frey-dpa-Archivbild

Am 31.10.2023 verstarb Sr. Dr. Lea Ackermann im Alter von 86 Jahren nach einem wirkungsvollem Leben. Ackermann hat sich lebenslang für die Frauen eingesetzt, die sonst kaum gehört werden.

Sr. Dr. Lea Ackermann brachte Themen wie Prostitution und Gewalt gegen Frauen in die Öffentlichkeit und Politik.  Unermüdlich und mit großer Kraft setzte sie sich für Frauen ein, die besonders harte Schicksale erdulden mussten. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass heute allein in Deutschland 2000 Frauen jährlich bei SOLWODI Beratung und Unterstützung erhalten. Dabei startete sie die Organisation ohne jede finanzielle Ausstattung.

Als Missionsschwester lernte sie in den Strandresorts Kenias Frauen kennen, die dort für die europäischen Touristen als Prostituierte arbeiteten. Diese Frauen zu unterstützen, ihr Leben zu verbessern, wurde zu Ihrer Lebensaufgabe. Sie gründete SOLWODI (Solidarität mit Frauen in Not) – eine Organisation, die Frauen in Not damals wie heute beisteht. Zurück in Deutschland lernte sie Menschenhandel und Zwangsprostitution kennen und begann, auch hier die betroffenen Frauen und Kinder zu beraten und unterstützen. Für viele Frauen und Kinder setze sie sich persönlich ein und konnte mit großer Hartnäckigkeit Verbesserungen für ihr Leben erwirken.

Viele kfd-Gruppen im Bistum Münster fühlen sich Solwodi seit Jahrzehnten verbunden und sammeln regelmäßig Spenden.

Bis zuletzt zeigte sich Sr. Dr. Lea Ackermann kämpferisch für die Rechte der Frauen. Ihre Entschlossenheit und Durchsetzungsvermögen werden uns sehr fehlen.

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